Trash City / Die Gärten von Styrene

Die Idee zur ersten der Assemblagen entstand spontan beim Anblick der Unmengen von Wohlstandsmüll, die tagtäglich in jedem normalen Haushalt anfallen. Grundsubstanz und formgebende Basis der einzelnen Häuser ist dabei jeweils Styropor, dem je nach Lust und Laune andere Materialien zugefügt werden.
Verwendet wurden dabei neben Klebstoff und Farbe unter anderem:

– Aluminiumfolie
– Bastelperlen
– Bonbonpapier
– Dekospiesschen (von Eisbechern)
– Eierkartons
– Modeschmuck
– Schlüsselanhänger

und vieles mehr

Die Gärten von Styrene sind Nachtarbeit, die freien Stunden mit Tageslicht gehören nach wie vor der Malerei. Keines des Häuser der imaginären Stadt Trash City wurde in seinem endgültigen Aussehen vorausgeplant, sondern vielmehr dem gerade Vorhandenen angepasst.
Kühleborns Grottenhaus kann und will seine Verwandtschaft zum Paillettensortiment des Karnevalskostüms nicht verleugnen; so wenig wie die Ruine Komborella verbirgt, dass ihr Bewuchs aus der Baumschule des Modelleisbahn-Bedarfs stammt. Wer die Vernetzte Festung genau betrachtet, weiss, dass die Erbauerung auch schon mal bei IKEA kauft.

Trash City ist Erinnerung an die Muschelkästchen und Modell-Eisenbahn der Kindheit, an labyrinthartige Bauten in Sand und Schnee, von denen naturgemäss keine Spur geblieben ist.
Barbie und Ken könnten hier wohnen.
Vielleicht …

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